Magische Momente mit Klaus Hoffmann

Veranstaltung vom Freitag, 21. September 2018

Bad Saulgau – Im Rahmen von „Literatur in der Kleber Post“ war am Freitag einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Liedermacher und Schauspieler im Alten Kloster zu Gast. Klaus Hoffmann, las aus seiner Autobiographie „Als wenn es gar nichts wär“. Die Kindheit im Berlin der Nachkriegsjahre, die Jugend in den wilden 68-ern, als er mit dem Auto nach Goa aufbrach und schließlich in Afghanistan landete, grandios erzählt und mit wunderbaren Chansons in seinem ureigenen Stil begleitet. Man fühlte sich „wie dabei“, so authentisch und charmant war sein Vortrag. Hoffmann fesselte über eineinhalb Stunden das Publikum mit Anekdoten aus seinem Leben und seinen meist amüsanten Schlüssen, die er daraus gezogen hat. Selten hat man wohl die Chance gehabt eine Lebensgeschichte erzählt zu bekommen, die so authentisch, emotional und reich an Erfahrung ist. Als einer von wenigen Künstlern kann man den inzwischen 67-jährigen Klaus Hoffman getrost als „Univeralgenie“ bezeichnen. Als Schauspieler begann er 1974 an der Freien Volksbühne Berlin, es folgte das Hamburger Thalia-Theater unter Boy Gobert, er spielte in mehreren Film- und Fernsehproduktionen mit, so etwa unter der Regie von Ingmar Bergman. Große Bekanntheit errang er in der Plenzdorf-Verfilmung „Die neuen Leiden des jungen W.“ 1975 begann seine Karriere als Liedermacher, Songwriter und nicht zuletzt als Interpret des belgischen Chansoniers Jacques Brel.

Nicht minder erfolgreich ist er als Schriftsteller, seit 2000 veröffentlichte er drei Romane und seine Autobiographie. Ein magischer Abend, der leider nur einen kleinen Teil der unendlichen Kreativität des Klaus Hoffmann aufzeigen konnte.

Text von Oliver Hofmann